Energieberatung

Bewusster Umgang mit Energie und Trinkwasser

Ein bewusster Umgang mit wertvoller Energie ist heute wichtiger denn je. Durch moderne Heizungsanlagen und dem rationellen Einsatz zahlreicher Helfer im Haushalt lassen sich viele Kilowattstunden sparen - und damit bares Geld.

Unser Programm für Energieeffizienz und Umwelt in Leverkusen "KlimaAktiv" informiert Sie über Maßnahmen und Produkte, die Ihnen den bewussten Umgang mit Energie erleichtern. Daneben hält die Energieversorgung Leverkusen (EVL) folgende Informationen zum Thema Energiesparen für Sie bereit:

Energieeinsparverordnung und Energieausweis

Wir bieten Ihnen Service und Beratung zum Thema Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). Außerdem stellen wir Ihnen die Energieausweise für Wohngebäude und Nichtwohngebäude vor.

Gerne schicken wir Ihnen auch Informationsmaterial zur EnEv 2014 und zum Energieausweis.

Energiecheck

Testen Sie auf den Seiten der EnergieAgentur.NRW, ob Ihr Stromverbrauch im Durchschnitt liegt.

Vergleichswerte für Ihren Stromverbrauch erhalten Sie unter www.die-stromsparinitiative.de/stromspiegel.

Energiespartipps

Weniger Energie verbrauchen, dadurch Geld sparen und zugleich etwas für die Umwelt tun? Wir sagen wie es geht! Als immer knapper werdendes Gut wird Energie auch in Zukunft eher teurer als billiger werden. Deshalb sollten Sie sich schon heute Gedanken zum Thema Energiesparen machen - Ihrem eigenen Geldbeutel und der Umwelt zu Liebe! 

Beim Kochen

Für jeden Topf die passende Platte

Die Kochstelle sollte immer etwas kleiner oder höchstens genau so groß sein wie der Topf. So geht keine Energie verloren.

Der passende Deckel für Ihren Topf

Verwenden Sie Töpfe mit gut schließendem Deckel. Der Wasserdampf entweicht so nur zu einem geringen Teil und die meiste Energie bleibt im Topf.

Frühzeitig Elektrokochstelle ausschalten

Schalten Sie die Kochstelle schon einige Minuten vor dem Ende des Kochvorgangs ab und nutzen Sie somit die Restwärme der Kochstelle.

Mit wenig Wasser kochen

Garen Sie Gemüse mit wenig Wasser. Der entstehende Wasserdampf reicht zum schonenden garen aus.

Backofen nicht vorheizen

Verzichten Sie auf das Vorheizen des Backofens. Bei einem Umluftbackofen ist Vorheizen nicht mehr nötig.

Beim Kühlen

Kühlschrank nicht neben Herd stellen

Steht ein Kühlschrank neben dem Herd oder einem Heizkörper, dann muss sich sein Kühlaggregat häufig einschalten und gegen die Wärme ankämpfen. Deshalb gilt es, bei Kühl- und Gefriergeräten die Nachbarschaft von wärmeabstrahlenden Geräten zu vermeiden.

Warmluft in Kühlschrank vermeiden

Eingedrungene Warmluft in Kühlschrank oder Gefriergerät erhöht die Eisbildung und damit den Stromverbrauch. Deshalb Türen möglichst rasch wieder schließen und nur abgekühlte Speisen in den Kühl- und Gefrierschrank stellen.

Richtige Kühltemperatur 

Je kühler die Kühl- und Gefriertemperatur, desto höher der Stromverbrauch. Eine Lagertemperatur von 7°C im Kühlschrank und -18°C im Gefriergerät reichen im Allgemeinen völlig aus.

Beim Heizen

Temperatur senken

Nachts und wenn man nicht zu Hause ist, sollten die Temperaturen in den Wohnräumen um drei bis vier Grad Celsius gesenkt werden. Denn mit jedem Grad weniger spart man jährlich rund sechs Prozent Energie ein. Die Temperatur sollte allerdings 16 Grad Celsius nicht unterschreiten.

Heizkörper nicht verdecken

Das Verbergen von Heizkörpern durch Gardinen, zu dicht gestellte Möbelstücke oder dekorative Verkleidungen vermeiden. Nur wenn die Wärme ungehindert im Raum zirkulieren kann, kann wirtschaftlich geheizt werden. Andernfalls heizen Sie nur die Außenwand.

Richtig lüften

Während der Heizperiode mehrmals täglich fünf Minuten kräftig durchlüften. Das ist besser, als den ganzen Tag ein Fenster auf Kipp stehen zu lassen. Denn dadurch kühlen die Innenwände der Wohnung oder des Hauses stark ab und die Heizenergie geht buchstäblich zum Fenster hinaus. Wichtig: Beim Lüften die Heizkörperventile zudrehen!

Wärme einschließen

Im Winter abends schon frühzeitig die Rollläden oder Vorhänge schließen. So hält sich die Heizenergie im Haus und teures Nachheizen wird vermieden.

Kein Ausweg für die Wärme

Selbstklebende Schaumstoffleisten oder nachträglich angebrachte Dichtungsbänder sorgen für gut schließende Türen und Fenster. Andernfalls macht sich ihre wertvolle Heizenergie wieder durch die Ritzen davon.

Beim Waschen und Trocknen

Möglichst keine Kochwäsche

Kochwäsche wird mit modernen Waschmitteln auch bei 60 °C statt bei 90 °C sauber; für Buntwäsche reichen 30 °C bis 40 °C.

Fassungsvermögen ausnutzen

Nutzen Sie das Fassungsvermögen der Waschmaschine aus. Halb gefüllte Trommeln verbrauchen genauso viel Wasser und Strom wie volle.

Vorwäsche sparen

Bei normal verschmutzter Wäsche kann auf den Vorwaschgang verzichtet werden. Ohne Vorwäsche spart man 20 % Wasser und Energie.

Gut schleudern

Die Wäsche gründlich schleudern, bevor sie in den Trockner kommt. Schleudern mit 1200 statt 800 Umdrehungen reduziert die Energiekosten des Trockners um bis zu 25 %.

Auf der Leine trocknen

Wann immer möglich, trocknen Sie die Wäsche draußen auf der Leine. Trockner verbrauchen im Jahr oft für 60 Euro Strom.

Im Bad

Wassersparkopf verwenden

Ein einfacher Schritt in Richtung Energie und Wassersparen ist der Kauf eines wassersparenden Brausekopfs. Er soll helfen, Wasser und Energie für die Warmwasserbereitung zu sparen. Der Wasser und Energieverbrauch lässt sich damit um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Spartaste bei Toilettenspülung

Toilettenspülkästen mit Wasserstoppfunktion helfen beim Wassersparen. So muss nicht bei jedem Spülen der gesamte Wassertank geleert werden. Bei alten Spülkästen hilft ein einfacher Trick: Ein Ziegelstein im Wasserkasten vermindert das Volumen.

Tropfende Wasserhähne reparieren

Ein tropfender Wasserhahn kostet viel Geld. Denn im Jahr können 3.000 Liter, im schlimmsten Fall sogar bis zu 6.000 Liter Wasser verloren gehen. Schnelle Abhilfe schafft eine neue Dichtung.  

Wasser abdrehen

Wasser nicht unnötig laufen lassen. Es kostet keine Mühe den Wasserhahn beim Zähne putzen abzudrehen. Aber es kostet Geld, ihn laufen zu lassen.

Computer und Fernseher

Auf Energieverbrauch von Fernsehern achten

Mit 530 Watt brauchen manche Plasmafernseher mit 141 cm Bildschirmdiagonale bis zu acht mal so viel Strom wie ein mittelgroßer Fernseher mit Bildröhre.

Computer abschalten

70 % der Energie schluckt der Computer auch dann, wenn gar nicht daran gearbeitet wird. Deshalb auch bei kürzeren Arbeitspausen abschalten. 

Drucker und Scanner abschalten

Den Drucker und Scanner erst dann einschalten, wenn er wirklich benötigt wird. Oft laufen die Geräte stundenlang mit ohne genutzt zu werden.

Monitor

Entgegen vielfacher Meinung senken Bildschirmschoner nicht den Stromverbrauch. Monitor so einstellen, dass er sich bei Nichtnutzung nach fünf oder zehn Minuten abschaltet.

Stand-by-Modus

Im Stand-by-Modus verbrauchen Geräte Energie, obwohl sie nicht eingeschaltet sind. Ein Fernseher kann so zum Beispiel vermeidbare Stromkosten von 20,- Euro jährlich verursachen. Besser: Mit einer abschaltbaren Steckerleiste Geräte vom Netz trennen.

Sonstiges

Festtagsbeleuchtung vermeiden

Untertischgeräte abschalten

Elektrische Warmwasser-Untertischgeräte werden selten abgeschaltet, wenn kein warmes Wasser benötigt wird. Sie heizen rund um die Uhr und verbrauchen unnötig Strom. Abschalten lohnt sich und geht ganz einfach mit leicht installierbaren Vorschaltgeräten oder Zeitschaltuhren.

Bei neuen Geräten auf Energieklasse achten

Beim Kauf eines neuen Elektrogeräts nicht nur auf die Optik, sondern auch auf den Strombedarf achten. Geräte mit der Energieklasse A+++ helfen, den Energieverbrauch zu senken.

Sparsame Haushaltsgeräte

Hier finden Sie eine Auflistung besonders sparsamer Haushaltsgeräte.

Check Trinkwasser-Installation

Ist Ihre Trinkwasser-Installation noch auf der Höhe der Zeit? Die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Bergisches Land bietet Ihnen mit Unterstützung der Energieversorgung Leverkusen einen kostenlosen Check Ihrer Trinkwasser-Installation an. Wenden Sie sich dazu an einen SHK-Fachhandwerker Ihres Vertrauens oder nutzen Sie die Liste der teilnehmenden Handwerksbetriebe.

Energieberatung vor Ort

Auf der Spur der Energiefresser

Energieberater Wolfgang Müller zu Besuch bei EVL-Kunde Hans-Joachim Kämpchen.

„Der Termin mit dem Kunden hat richtig Spaß gemacht“, freut sich Wolfgang Müller, als er die Wohnung in Schlebusch verlässt. Das Lob gilt Hans-Joachim Kämpchen, der die Energieversorgung Leverkusen um eine Energieberatung gebeten hatte. Der gelernte Informatiker war bestens vorbereitet und konnte die Fragen, die EVL-Experte Müller hatte, schnell beantworten. Das Alter seiner Elektrogeräte, die Beleuchtung seiner Wohnung und auch die Eckdaten seines Verbrauches, Kämpchen hat die Werte parat.

„Ich mache mir so meine Gedanken über unseren Energieverbrauch und suche immer nach der wirtschaftlichsten Lösung. Da finde ich es gut, dass mir mal ein Fachmann sagt, was ich noch verbessern kann“, schildert er seine Motivation. Als Fachmann ist Wolfgang Müller gerne zur Stelle. Der 57-jährige Elektromeister nimmt sich die Zeit, zusammen mit dem Kunden Optimierungspotential auszuloten. „Mir macht es Spaß auf die Menschen einzugehen, das entspricht einfach meinem Naturell“, so Müller, der nun im 35. Jahr bei der EVL ist.

Rund zehn Mal pro Woche führt der geborene Leverkusener Energieberatungen durch. „Wenn die Tür aufgeht, weiß ich noch nicht, was der Kunde wissen will“, freut er sich, dass er immer aufs Neue herausgefordert wird. Die größten Stromverbraucher kennt Müller aus Erfahrung, mit dem Strommessgerät wird im Einzelfall nachgeprüft. Waschmaschine, Spülmaschine, TV, Müller fragt die Nutzungszeiten ab, um ein Energieprofil erstellen zu können. Gemeinsam stellen die technisch versierten Männer schnell alle Zahlen zusammen. „Alles was kleiner ist als ein Laptop können wir ignorieren“, sagt Müller, „der Verbrauch ist einfach zu gering.“

Dann beweist er, dass auch er gut vorbereitet ist. Anhand der Daten einer Wetterstation berechnet Müller vor Ort die sogenannten Gradtage, die eine witterungsbereinigte Einschätzung des Heizenergiebedarfs zulassen. So erhält er eine normierte Größe für den Gasverbrauch, frei von den Einflüssen eines strengen oder milden Winters. „So können wir einschätzen, in welchem Spektrum der Gasverbrauch wirklich liegt und ablesen, ob etwa bestimmte Isolierungsmaßnahmen geholfen haben.“

Das Ergebnis interpretieren Kunde und Experte gleichermaßen: Familie Kämpchen macht alles richtig. Warmwasser wird über Solarthermie bereitgestellt, die Beleuchtung besteht fast ausschließlich aus sparsamen Leuchtmitteln und auch bei der Gebäudeisolierung wurde mit Augenmaß gehandelt. „Man muss nicht alles machen, was möglich ist“, erklärt Müller, „man sollte sich auf das Sinnvolle beschränken.“

Für Kämpchen ist die Beratung ein Erfolgserlebnis. „Ich freue mich, eine Bestätigung für mein Handeln
bekommen zu haben. Ein gutes Gefühl.“

Sie wünschen eine Energieberatung?

Ihr Ansprechpartner

Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG
Frank Taube
Overfeldweg 23
51371 Leverkusen

per Telefon: 0214 8661-258
per Fax: 0214 8661-516
per E-Mail: evl@evl-gmbh.de