Elektromobilität in Leverkusen

Schlüsselrolle für die EVL

Das Thema Elektromobilität nimmt auch in Leverkusen Fahrt auf. Der Energieversorgung Leverkusen (EVL) kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die EVL rüstet nicht nur ihren eigenen Fuhrpark um, sondern baut in der Stadt zusammen mit Partnern neue Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes. Beim Thema "Elektromobiles Laden" bietet die EVL sowohl Leverkusener Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften als auch Privathaushalten Lösungen an.

TankE-Netzwerk

Um den Fahrern von Elektromobilen künftig einheitliche Lade- und Abrechnungsmöglichkeiten zu bieten, haben sich Ende 2017 neben der Energieversorgung Leverkusen elf nordrhein-westfälische Stadtwerke zum TankE-Netzwerk zusammengeschlossen. Unter Federführung der RheinEnergie soll die Ladeinfrastruktur in NRW weiter ausgebaut werden. "Außerdem wollen wir einen einheitlichen Abrechnungsstandard etablieren, der mit anderen Systemen kompatibel ist", sagt Rolf Menzel, kaufmännischer Geschäftsführer der EVL. Dazu entwickelt das TankE-Netzwerk zurzeit eine App sowie die Software der Firma chargecloud, mit der sich Ladeinfrastruktur vernetzen und betreiben lässt. Außerdem können Ladevorgänge damit abgerechnet werden. Die App navigiert den E-Autofahrer zur Ladestation und steuert den Ladevorgang.

Mit der App können die E-Autobesitzer an allen Ladepunkten im TankE-Netzwerk tanken. Neben der EVL und der RheinEnergie sind noch die AggerEnergie (Oberbergischer Kreis und Overath), BELKAW (Bergisch Gladbach, Rheinisch-Bergischer Kreis) BIGGE ENERGIE (Kreis Olpe), Energie Nordeifel (Kreis Euskirchen), energieversorgung dormagenGasversorgungsgesellschaft Rhein-Erft, e-regio (Kreis Euskirchen, Rhein-Sieg-Kreis, Vettweiß), Stadtwerke Lohmar, SWB Energie und Wasser (Bonn) und Stadtwerke Solingen am TankE-Netzwerk beteiligt. "Mit dem TankE-Netzwerk haben wir bei diesem Zukunftsthema elf starke Partner an unserer Seite und können so ganzheitliche Lösungen anbieten", so Menzel weiter.

Stromtankstellen

EVL-ePOINT

Die EVL hat bereits im Jahr 2011 mit dem EVL-ePOINT den Grundstein für eine elektromobile Infrastruktur in Leverkusen gelegt. Leverkusens erste Stromtankstelle befindet sich günstig gelegen in der APCOA-Parkgarage City Center in Leverkusen-Wiesdorf. Zum Aufladen von Elektroautos stehen zwei Parkplätze zur Verfügung. Die Ladestation ist mit zwei Ladesteckdosen (links 11 kW und rechts 22 kW) und zwei SCHUKO-Steckdosen ausgerüstet und versorgt die Autos mit regenerativ gewonnenem Strom. Der EVL-ePoint wird Anfang 2018 im TankE-Design umgestaltet. Alle alten EVL-ePoint-Ladekarten behalten aber ihre vorläufige Gültigkeit.

Nach dem Pilotprojekt EVL-ePOINT entwickelt die EVL zurzeit mehrere neue Ladesäulen-Konzepte für Leverkusener Stadttöchter und Wohnungsbaugesellschaften. "Unser Ziel ist es, mit Partnern Lademöglichkeiten an so genannten Ankerpunkten zu schaffen", sagt Rolf Menzel. Ankerpunkte sind Orte, an denen viele Leverkusener wohnen, arbeiten und einkaufen. Mit dem Parkhaus an der Opladener Günther-Weisenborn-Straße 21 hat so ein Ankerpunkt im Dezember 2017 eine Ladestation im TankE-Design bekommen. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes stellen EVL und die Gemeinnütziger Bauverein Opladen eG (GBO) die TankE allen E-Autofahrern zu Verfügung. Die Mennekes-Ladesäule verfügt über zwei 22-kw-Ladesteckdosen.  

E-Autobesitzer, die an den Ladestationen in Wiesdorf und Opladen tanken wollen, müssen nur die Nutzungsvereinbarung einmalig und unkompliziert im EVL-Kundencenter im City Point oder im Büro der GBO an der Düsseldorfer Straße 8a ausfüllen. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten die Kunden dann eine Ladekarte, mit der sie die Ladestation derzeit kostenlos nutzen können. Diese TankE-Card ist auch an allen Ladestation der RheinEnergie in Köln und der BELKAW in Bergisch Gladbach gültig.

Heim-TankE

Die EVL unterstützt auch die E-Autobesitzer, die ihre Fahrzeuge zu Hause laden wollen. Mit der Ladestation Heim-TankE kann das E-Auto bequem in oder bei den eigenen vier Wänden geladen werden und steht am Morgen für den Weg zur Arbeit aufgeladen zur Verfügung. Beim Heim-TankE-Angebot überprüft die Energieversorgung Leverkusen in einem ersten Schritt für 99 Euro, ob die Installation einer Heim-TankE technisch möglich ist. Ist das der Fall, entfallen die Kosten für den Technik-Check. Anschließend werden im Rahmen einer Vorort-Beratung der Standort und offene Fragen geklärt. Montiert und installiert wird die Wallbox vom Typ MENNEKES AMTRON® Extra von einem Fachhandwerker. Die Heim-TankE mit kurzer Ladezeit (bis zu 11 kW Leistung) und umfangreicher Sicherheitstechnik ist danach sofort einsatzbereit. Mitgeliefert wird ein integrierter Stromzähler, sodass die Stromverbräuche bequem mit dem Smartphone auslesbar sind.

EVL-Fuhrpark

Die EVL-Geschäftsführer Dr. Ulrik Dietzler (links) und Rolf Menzel mit den E-Kangoos.

Einige EVL-Techniker sind auch elektrisch in der Stadt unterwegs: Drei neue Servicefahrzeuge vom Typ Renault Kangoo Z.E. hat die Energieversorgung Leverkusen in ihrem Fuhrpark. Leise und ohne Emissionen (Z.E. – „Zero Emission“) fahren die mit einem großen, hellgrünen „e“ beklebten Wagen durch Leverkusen. „Unsere neuen Elektro-Kangoos haben im Stadtverkehr eine Reichweite von rund 80 Kilometern“, sagt Dr. Ulrik Dietzler, technischer Geschäftsführer der EVL. „Bei einer Ladezeit von höchstens neun Stunden sind sie damit bestens geeignet, um im täglichen Dienst als Servicefahrzeuge eingesetzt zu werden.“

Neben den Service-Fahrzeugen besitzt die EVL auch einen BMW i3. Seit rund drei Jahren ist das kleine, aber extrem antriebsstarke Elektrofahrzeug auf Leverkusens Straßen unterwegs. Beklebt mit dem charakteristischen grünen "e", kommt es als Dienstfahrzeug und bei Marketing-Terminen zum Einsatz. "Bis Ende 2018 werden wir im EVL-Fuhrpark sukzessive einige Diesel oder Benziner durch E-Autos ersetzen", sagt Rolf Menzel. Ende 2017 erweitert deshalb ein erster e-Golf den Fuhrpark der Energieversorgung Leverkusen.

E-Bikes und Pedelecs

In Kooperation mit der Hitdorfer Gaststätte „Auf’m Lohr“ hat die EVL im Juni 2016 die erste Leverkusener Ladestation für E-Bikes und Pedelecs errichtet, danach folgte die zweite beim Fahrradcenter Prinz in Küppersteg. Ein kleiner Schaltkasten mit insgesamt sechs Steckdosen – das ist es schon. Doch für viele Radfahrer bedeutet dieses Angebot eine große Unterstützung. Während der Akku – das eigene Ladegerät muss mitgebracht werden – wieder auflädt, können die Radfahrer die Wartezeit hier überbrücken:

- Gaststätte "Auf'm Lohr", Hitdorfer Straße 264, 51371 Leverkusen
- Fahrradcenter Prinz, Bismarckstraße 67, 51373 Leverkusen

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Ihr Ansprechpartner

Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG
Mirko Morawetz
Overfeldweg 23
51371 Leverkusen

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per Fax: 0214 8661-121
per E-Mail: mirko92de8efa62324f4091412a1ec4cdfac3.morawetz@38a239abd0804ee59c89f2f9a5d93d69evl-gmbh.de