Für Unsere Umwelt

Unser Engagement für ein grünes Leverkusen

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) leistet jeden Tag ein Stück Daseinsvorsorge für Leverkusen und seine Einwohner. Als Teil von Leverkusen sind wir uns darüber bewusst, dass unser Handeln Auswirkungen auf unsere Umwelt hat und leisten deshalb in unserem beruflichen Alltag verschiedene Beiträge für den Umwelt- und Klimaschutz. Außerdem unterstützen und entwickeln wir verschiedene Projekte, die Leverkusen grüner und nachhaltiger machen.

Wildbienen-Stationen

Neue Untermieter: EVL betreibt drei Wildbienen-Hotels 

Drei verschiedene Standorte der Energieversorgung Leverkusen sind zu kleinen Oasen für heimische Wildbienen aufgeblüht: Handgebaute Wildbienen-Hotels sorgen für einen sicheren Brutplatz und bunte Blühstreifen dienen den kleinen Tieren als Nahrungsquelle. Gebaut wurden die Nisthilfen von EVL-Mitarbeiter Stephan Eßer, der seit vielen Jahren Bruthilfen für Wildinsekten anfertigt und sich für den Schutz der Wildbienen engagiert.

Warum ist der Schutz der Wildbienen so wichtig? 

Die Population der Wildbienen ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen: Pestizide, versiegelte Flächen, durchforstete Wälder und fehlende Blühstreifen schränken sie in ihrem Lebensraum immer mehr ein. In NRW ist die Hälfte der Arten vom Aussterben bedroht. Auf der anderen Seite sind wir Menschen auf die Bestäubungsleistung der Wildbienen angewiesen. Rund 80 Prozent der Wild- und Nutzpflanzen werden von Insekten bestäubt – hauptsächlich von Wild- und Honigbienen. 

Jeder Jeck ist anders 

In Deutschland leben rund 560 verschiedene Arten, davon circa 320 in der rheinischen Region. „Jede Art hat ihre eigenen Vorlieben was Futter und Brutplatz angeht“, erzählt Stephan Eßer, der das Verhalten der kleinen Nutztiere genauestens beobachtet. „Ich probiere viel aus und schaue, ob das von den Tieren angenommen wird. Nach meinen Beobachtungen baue ich dann die Hotels“, sagt Eßer.

Infos und Tipps zum Download als PDF.

Gewässerschutz

Kooperation mit der Landwirtschaft
 

Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel. Damit das im Wasserwerk Rheindorf gewonnene Trinkwasser bedenkenlos getrunken werden kann, setzt der Schutz des dafür benötigten Grundwassers früh an: auf den Feldern rund um die Stadt. Denn in Leverkusen ist der Grundwasserschutz seit Jahrzehnten ein gemeinsames Anliegen von Landwirten und EVL.

„Wir arbeiten zusammen daran, dass so wenig Düngemittelrückstände wie möglich ins Grundwasser gelangen“, sagt Alexander Boßhammer, der seitens der EVL für die Kooperation zuständig ist.

Die Trinkwasserverordnung legt fest, dass ein Liter Trinkwasser höchstens 50 Milligramm Nitrat enthalten darf. Ein Wert, der bis in die 1990er Jahre in weiten Teilen Deutschlands deutlich überschritten wurde. Dass die Werte seitdem in Leverkusen deutlich besser wurden und heute ab Ausgang Wasserwerk Rheindorf um mehr als 50 Prozent unter denen von vor 25 Jahren liegen, ist der Kooperation von Landwirtschaft und EVL zu verdanken.

„Bis die Nitrat-Rückstände über das Grundwasser im Wasserwerk ankommen, dauert es Jahre“,
sagt Alexander Boßhammer. „Deshalb ist es wichtig, immer weiter an den verschiedenen Projekten zu arbeiten.“ Neben der intensiven Beratung zählt dazu beispielsweise die Flächen-Extensivierung: Seit 2006 zahlt die EVL eine Entschädigung an Landwirte, die auf ihren Äckern ohne zu düngen Gras wachsen lassen. Den Verdienstausfall gegenüber der Bepflanzung mit Rüben oder Getreide berechnet jedes Jahr die Landwirtschaftskammer. So wurden in den vergangenen Jahren rund 36 Hektar Fläche für den Grundwasserschutz in den zeitweiligen Ruhestand geschickt. Andere Maßnahmen sind die Entschädigung beim Zwischenfruchtanbau im Winter, die Einrichtung eines geschlossenen Bewässerungssystems in Gewächshäusern oder die biologische Schädlingsbekämpfung durch das Aussetzen natürlicher Fressfeinde.

Langjährige Kooperation

Wie wichtig dieses gemeinsame Engagement ist, zeigt die aktuelle politische Diskussion:Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht vor, dass bis spätestens 2027 das Grundwasser flächendeckend in einen guten ökologischen Zustand überführt werden muss. In Leverkusen arbeiten EVL und Landwirtschaft dafür bereits erfolgreich Hand in Hand. Seit 1982 arbeiten EVL und Landwirte für den Gewässerschutz zusammen. 1993 wurde offiziell die „Kooperation Gewässerschutz Rheinschiene Süd“ gegründet.