Die EVL geht auf Nummer sicher

TSM-Zertifizierung

Die Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL) ist für das Technische Sicherheitsmanagement (TSM) ausgezeichnet worden – und das gleichzeitig in den Bereichen Gas, Wasser und Strom. Die TSM-Zertifizierung belegt, dass die EVL über qualifizierte personelle sowie einwandfreie technische Ausstattung verfügt und die Unternehmensabläufe gut organisiert sind. Kunden können sich somit sicher sein, dass bei der EVL nach strengen Qualitätsstandards gearbeitet wird.

Die entsprechenden Zertifikate überreichte am 10. Februar 2014 Dipl.-Ing. Heinz Esser an Rolf Menzel und Dr. Ulrik Dietzler, Geschäftsführer der EVL. Damit werden die zuletzt vor rund fünf Jahren ausgestellten TSM-Zertifizierungen nun planmäßig erneuert. „Die TSM-Zertifizierungen bestätigen: Die EVL arbeitet sicher und professionell“, sagten Rolf Menzel und Dr. Ulrik Dietzler.  

„Ich freue mich, dass sich die EVL erneut erfolgreich dem Prüfungsprozess unterzogen hat und nun neue TSM-Urkunden für die Sparten Gas, Wasser und Strom bekommt“, sagte Dipl.-Ing. Heinz Esser, Geschäftsführer der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Der DVGW setzt sich als technisch-wissenschaftlicher Verein für einheitliche Sicherheits- und Qualitätsstandards ein und arbeitet für die Zertifizierung des Technischen Sicherheitsmanagements auch eng mit dem Forum Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) im Verband der Elektrotechnik (VDE) zusammen.  

Kernaufgabe des TSM ist die Unterstützung des eigenverantwortlichen Handelns von Versorgungsunternehmen. Abläufe und Anlagen werden überprüft, Transparenz in den innerbetrieblichen Prozessen gesichert. Versorgungsunternehmen steht mit TSM ein anerkanntes Instrument der Selbstkontrolle zur Verfügung. Die Zertifizierung ist freiwillig, rund 600 Unternehmen in Deutschland haben sie.

Die EVL hatte sich auf die Prüfung durch zwei externe Experten im Herbst 2013 rund neun Monate vorbereitet. Die Prüfung auf dem Betriebsgelände am Overfeldweg dauerte vier Arbeitstage. Für die Erteilung der TSM-Zertifizierung mussten rund 600 Fragen abgearbeitet werden. Zuvor hatte die EVL bereits ihr Betriebshandbuch aktualisiert, um sich auf den umfangreichen Fragen- und Anforderungskatalog vorzubereiten.

Dessen inhaltliche Spanne deckte dabei das komplette Unternehmen ab: Von Versicherungsnachweisen, die beim Einkauf beachtet werden müssen, bis hin zu DIN-Vorschriften bei Kontrollen an Hausanschlüssen für Gas, Wasser und Strom oder dem ordnungsgemäßen Zustand des Fuhrparks – alles konnte den unabhängigen externen Prüfern erfolgreich nachgewiesen werden.

Rettungsübung - Einsatz in der Tiefe

Ein Mal im Jahr proben EVL-Mitarbeiter und die Leverkusener Berufsfeuerwehr den Ernstfall.

„Person in Schacht verletzt“ lautet die Alarmierung und schon macht sich eine Einheit der Feuerwache Opladen auf den Weg. Zügig, aber ohne Blaulicht und Martinshorn geht es auf direktem Weg zum Schacht Dhünntunnel, denn es handelt sich glücklicherweise nur um eine Übung.

Ein Mal im Jahr kommen Mitarbeiter der Energieversorgung Leverkusen und der Leverkusener Berufsfeuerwehr zu solch einem Praxistest zusammen. Der Einsatzfall wird möglichst realitätsnah geprobt, damit die Retter im Ernstfall genau wissen, was zu tun wäre. Beide Seiten profitieren gleichermaßen von den gemeinsamen Übungen. „Die EVL-Mitarbeiter wissen, dass sie sich ganz auf ,ihre‘ Feuerwehr verlassen können und wir lernen immer wieder Orte kennen, die für uns nicht alltäglich sind“, schildert Feuerwehr-Ausbildungsleiter Marc Oberließen die Zusammenarbeit.

Die Einsätze finden an jährlich wechselnden Orten statt. In diesem Jahr wurde ein Schacht genutzt, der in 17 Metern Tiefe Gas- und Wasserleitungen unterhalb der Dhünn entlang führt.

„Gerettet“ wurden mit Boris Cyzycki und Bekim Hokhaj gleich zwei Mitarbeiter der EVL, die tief im Schacht eine Verletzung simulieren mussten. Erschwert wird eine solche Bergungsaktion durch die beengten Verhältnisse, die den Abtransport der bewegungsunfähigen Mitarbeiter erschweren. Verwinkelte Leitern und Treppen machen eine Rettung auf geradem Wege fast unmöglich.

Daher tüftelten die Einsatzleiter mit Blick in den Schacht schon eine möglichst geschickte Strategie aus, während oberhalb noch die Rad- und Fußgängerwege verkehrssicher abgesperrt wurden. Schnell wurden die Optionen gewägt und bald darauf die Drehleiter in Position gebracht. Nur wenige Minuten später schwebte Boris Cyzycki, fixiert an einer Rettungstrage, senkrecht aus dem Schacht. Über einen Flaschenzug und eine geschickte Seilführung ist es den Feuerwehrmännern gelungen, den Verletzen auf direktem Wege an die Oberfläche zu holen.

An der Übung nahmen die Feuerwache Stixchestraße und die Feuerwache Opladen teil. Sie wurden getrennt alarmiert und fanden so nacheinander die gleiche Übungssituation vor. Beide Übungen verliefen erfolgreich, die Mitarbeiter der EVL wissen sich daher bei ihrer Feuerwehr in guten Händen.