Wasserwerk Rheindorf

„Rohwasser“ von bester Qualität

Umgeben von einem Wasserschutzgebiet liegt das Wasserwerk in Rheindorf

Jährlich gewinnt die Energieversorgung Leverkusen rund 30 Prozent der benötigten Trinkwassermenge aus dem Wasserwerk Rheindorf. Zwei
Vertikalbrunnen (28 Meter tief) und ein Horizontalbrunnen (25 Meter tief) fördern dort Grundwasser an die Oberfläche. Das Grundwasser strömt vorwiegend aus östlicher Richtung dem Wasserwerk zu. 

Bevor es zum Verbraucher gelangt, durchläuft das Grundwasser verschiedene Aufbereitungsstufen, um bestes Trinkwasser zu erhalten. Auf Grund der guten Rohwasserqualität reichen hier naturnahe Aufbereitungsverfahren aus. So durchfließt das Wasser beispielsweise vier Filterkessel, die mit einem Granulat aus Dolomit-Gestein und mit einer Kiesschicht gefüllt sind.

Zum Verbraucher fließt Trinkwasser, das zu rund 60 Prozent aus Grundwasser und rund 34 Prozent aus Talsperrenwasser besteht. Dieser Mischung wird zudem rund 6 Prozent Rheinuferfiltrat beigefügt. Genau wie beim reinen Talsperrenwasser können die Leverkusener stets sicher sein, dass Trinkwasser von allerbester Qualität zu ihnen nach Hause kommt.

Historie

Im vorindustriellen Zeitalter versorgte sich noch jede Familie in der Regel selbst mit Wasser aus Brunnen, Quellen oder einem offenen Gewässer. Da der Zusammenhang zwischen Grund- und Oberflächenwasser und die Gefahren der Verschmutzung durch Abwässer unbekannt waren, traten in den Städten wiederholt Seuchen auf. Das veranlasste auch die Gemeinde Opladen, die Trinkwasserversorgung 1902 mit dem Bau des Wasserwerks Rheindorf zu zentralisieren. Nach einem Jahr Bauzeit konnte 1903 die Wasserversorgung aufgenommen werden.